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Taxi, Taxi!: und andere Kurzgeschichten von heute bis übermorgen

„Herr Schmidt, ich sag’s Ihnen geradeheraus – unsere Roboter können keine Fenster putzen. Und auch nicht bügeln oder den Boden wischen.“
Herr Schmidt war enttäuscht. „Gut, dann danke schön und auf Wiedersehen!“
Halbach unterbrach ihn mit erhobenem Zeigefinger: „Aber sie können etwas viel Besseres: es sind Liebesroboter!“

Ich mag Kurzgeschichten.

Ja, zugegeben, sie sind meist von nur überschaubarer Länge, ihre Protagonisten und Handlungsorte werden allesamt nicht ordentlich eingeführt und die Charaktere bleiben gern skizzenhaft. Aber geringerer Aufwand war sicherlich nicht der Treiber für dieses Buch! Tatsächlich hat dieser kleine Band mit Kurzgeschichten wesentlich mehr Zeit zum Schreiben verschlungen als der komplette Roman davor. Es liegt vermutlich daran, dass eine Kurzgeschichte besser komponiert sein will, einen guten Schluss braucht und natürlich ihre ganz besondere Note haben soll. Das ist aufwendig.

Der Grund, warum ich Kurzgeschichten aber trotzdem mag, ist eigentlich ein anderer: Wegen ihrer Kürze kann man in ihnen ungewöhnliche Sachen ausprobieren, die in einem langen Roman nicht funktionieren würden. Ein Beispiel: Eine Gruppe Orks und ein deutscher Spitzenpolitiker treffen sich im Wald. Gewagte Kombination, gebe ich zu. Klingt eher wie der Anfang eines Witzes. Aber, hej, es ist eine fantastische Geschichte! Warum sollte man nicht mal sehen, was dabei herauskommt? Da haben hinterher sicher beide Seiten was dabei gelernt, falls sie es überleben …

Ein anderer Aspekt ist, dass man in Kurzgeschichten besondere Situationen oder Gefühle beleuchten kann, ohne dies über die Länge eines Romans auswalzen zu müssen. Mich hat beispielsweise interessiert, wie sich das anfühlen wird, in der Zukunft, wenn die Autos einen von alleine von A nach B fahren werden. Sie werden intelligent sein, keine Frage. Aber so richtig intelligent, vielleicht sogar nachdenklich? Und wenn ja, werden wir das mögen?

Oder was wird mit unserer Ernährung passieren? Werden wir noch einkaufen gehen und Essen kochen? Klingt irgendwie unwahrscheinlich, wenn die Welt so modern sein wird, dass alles von Automaten erledigt wird. Doch was ist die Alternative? Ich habe so eine Ahnung, dass sie mir auf jeden Fall nicht zusagen wird.

Und wie wird sich das Liebesleben ändern, wenn für alles und jedes Roboter zur Verfügung stehen? Wie werden Menschen und Maschinen dabei miteinander umgehen? Ying & Yang beleuchtet diesen Aspekt und ist damit tatsächlich meine persönliche Lieblingsstory in diesem Buch geworden.

Nun, wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, dann geht mal gleich rüber zu Amazon und ladet das Buch herunter! Oder kauft Euch dort die Printausgabe als Taschenbuch, falls Ihr  es lieber auf Papier gedruckt mögt. Ich hoffe, dass Euch das Lesen viel Spaß machen wird und Euch die Geschichten gefallen. Und wenn Ihr mögt, dann könnt Ihr bei Amazon oder hier unten auf der Seite gerne auch einen Kommentar hinterlassen – ich würde mich freuen!

Bis dahin, Euer

Holger Kierey

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