Süßes & Backen

Weizenmischbrot im Topf gebacken

Ein saftiges Weizenmischbrot mit rustikaler Kruste und ohne viel Aufwand.

Weizenmischbrot kling langweilig, ist es aber nicht: Der Roggenanteil von etwa 20% sorgt für eine saftige und kernige Krume, sonst fällt er nicht weiter auf. Zweckmäßigerweise nimmt man das Roggenmehl gleich für die Aktivierung des (Weizen-)Sauerteiges. Für den Weizenanteil haben wir italienisches Typo 00-Weizenmehl genommen.

Wir backen mit Sauerteig und ein wenig Hefe, damit die Krume schön luftig wird. Das Brot wird aber im Topf nochmal extra grobporig und man kann sich das Bedampfen des Ofens sparen. Wir legen in den Topf unten gefaltete Alufolie, damit man im Falle des Anhaftens das Brot trotzdem erstmal gut aus dem Topf bekommt. Allerdings passiert das mit dem bemehlten Teig wie unten beschrieben eher selten. Durch das Backen mit Schluss nach oben wird die Kruste wild und rustikal!

Zutaten:

Vorteig:

  • 60g Sauerteig (Lievito Madre)
  • 60g Wasser
  • 120g Roggenmehl (Typ 1100)

Hauptteig:

  • 380g Weizenmehl (Typ 550 oder 1050 oder italienisches Tipo 00)
  • 225g Wasser
  • 5g Frischhefe
  • 10g Salz
  • 10g Honig

Zubereitung:

  1. Für den Vorteig Sauerteig mit Wasser anrühren, dann Roggenmehl dazugeben und sorgfältig durchkneten, bis keine trockenen Stellen mehr enthalten sind. An einem warmen Ort gehen lassen, bis das Volumen 2 – 3 größer geworden ist. Das kann schon mal einen halben Tag dauern!
  2. Für den Hauptteig Vorteig und alle anderen Zutaten in die Rührschüssel geben. Kneten, bis der Teig anzieht, dann etwa 1 h gehen lassen, bis er sich merklich vergrößert hat, dabei ggf. ein- oder zweimal in der Schüssel dehnen und falten.
  3. Teig im Kühlschrank abgedeckt bis zum nächsten Morgen lagern (wenn man Brot zum Frühstück backen will).
  4. Am Morgen Teig rausholen und auf der Arbeitsfläche flach etwas aufwärmen lassen. Dann Teig mit Spannung rund wirken. 10min entspannen lassen, dann nochmals rund wirken. Mit Schluss nach unten gehen lassen, bis er sich volumenmäßig verdoppelt hat.
  5. Backofen mitsamt Topf und Deckel einige Zeit vorheizen auf Heißluft & Unterhitze (Pizzastufe) 220°C.
  6. Teigling mit etwas Mehl auf der Oberseite abreiben (damit er im Topf unten nicht anbackt) und dann umdrehen und mit Schluss nach oben in den Topf plumpsen lassen. Deckel drauf und in den Ofen schieben. Nach 35 min Backzeit Deckel des Topfes öffnen und noch weitere 10 min knusprig bräunen (also insgesamt 45 min backen). Rausholen und abkühlen lassen.

Servieren:

Lecker zum Frühstück und zu allen anderen Gelegenheiten.

Tipps:

  • Man kann natürlich den Teigling auch mit dem Schluss nach unten in den Topf geben, dann Oberfläche einschneiden, damit das Brot schön aufgeht!
  • Wir haben einen simplen Edelstahltopf genommen, geht wunderbar. Wer hat, kann auch gerne einen gusseisernen Topf benutzen. Muss aber nicht.
  • Wir machen das Auffrischen des Sauerteigs immer so, dass wir ca. 80% des entstandenen neuen Sauerteigs in so ein Rezept reintun und 20% frisch gefüttert wieder in den Kühlschrank wandert.

Guten Appetit!