Kuchen, Süßes & Backen

Hefe-Rosinenstollen

Es ist Dezember, klassische Backzeit für Kekse und Weihnachtsgebäck. Und wir haben diesmal nach vielen Jahren endlich wieder Hefestollen gebacken!

Dazu haben wir die Rezepte von Caseroll auf Chefkoch.de, BackenMachtGluecklich.de und aus unserem alten Back- & Kochbuch vereint und auch noch etwas angepasst, weil wir gerne ein paar mehr Gewürze drin haben, Kardamom zum Beispiel. Bewusst haben wir auf geographische Herkunftsangaben verzichtet, jeder Stollen ist am Ende doch individuell …

Wir mögen keine dicke Zuckerschicht obendrauf, das ist uns zu süß. Deshalb bestäuben wir den Stollen nur leicht mit Puderzucker. Man kann ihn aber auch noch mit flüssiger Butter einpinseln und dicker mit Puderzucker belegen. Auf alle Fälle sollte man ihn nach dem Backen ein paar Tage eingewickelt und kühlstehend durchziehen lassen, aber viele Wochen braucht er unserer Ansicht nach nicht dafür.

Wir haben diesmal auch eine Stollen-Backform ausprobiert, die seit Jahren bei uns im Schrank schlummert. Aber ehrlich gesagt machen wir es nächstes Mal lieber wieder frei Hand, da die Stollen sonst so künstlich gleichförmig aussehen …

Zutaten:

  • 300g Rosinen
  • 100g Zitronat
  • 70g Rum 54%
  • 500g Weizenmehl (Type 550 oder gerne auch ein spezielles Stollenmehl)
  • 120g Milch
  • 42g Frischhefe, 1 Würfel
  • 250g Butter, zimmerwarm und weich
  • abgeriebene Schale 1/2 Zitrone, unbehandelt
  • 1/2 TL Kardamom, gemahlen
  • ggf. noch gemahlenen Zimt oder etwas Nelken oder Muskatblüte, je nach Geschmack
  • 70g Zucker
  • 1 Tüte Vanillezucker
  • 6g Salz
  • 75g Mandeln, gehackt
  • 50g flüssige Butter zum Bepinseln
  • Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Am Vortag die Rosinen in einem Sieb abspülen, abtropfen lassen und zusammen mit dem Zitronat im Rum über Nacht einweichen lassen. Am besten in einer verschließbaren Plastikschüssel und so, dass die Flüssigkeit nach Möglichkeit komplett aufgesogen wird.
  2. Am nächsten Tag das Mehl in eine Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken, die Hefe hineinbröckeln und mit lauwarmer (~30°C) Milch aufgießen. Mit ein wenig vom Mehl die Hefemilch zu einem Vorteig vermischen und etwa 30 min gehen lassen.
  3. Gewürze, Zitronenschale, weiche Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und ggf. überschüssigen Einweich-Rum der Rosinen hinzugeben und zu einem glänzenden glatten Teig verkneten. Als Teigkugel in der Schüssel nochmals 45min aufgehen lassen.
  4. Die eingeweichten Früchte mit etwas Mehl verrühren (dann verkleben sie besser mit dem Teig) und zusammen mit den Mandeln zum Teig geben. In die Teigmasse gleichmäßig einarbeiten (am besten mit den Händen) und zu einem Stollen formen. An der Oberfläche sollten möglichst wenig Rosinen sein, weil die sonst dunkel und hart werden!
  5. Auf einem mit Backpapier belegten Blech nochmals 1 h gehen lassen. Wer eine Stollenform hat, legt sie drüber, damit der Stollen gleich in die richtige Form wächst. Ohne Stollenform schöne längliche Brotlaibe formen und entweder in der Mitte oder parallel zum Rand oberflächlich einschneiden, wo der Stollen beim Backen auseinandergehen soll. Mit kalten Wasser einpinseln.
  6. Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Nach dem Gehen den Teig in den Ofen geben (Stollenform drauflassen) und den Ofen sofort auf 170°C runterregeln. Ca. 50min backen.
  7. Stollen aus dem Ofen nehmen, zu dunkle Rosinen entfernen und ggf. dünn mit flüssiger Butter abpinseln, dann abkühlen lassen. Zum Durchziehen mit Pergamentpapier oder Folie einwickeln und an einem kühlen Ort aufbewahren (=Keller, nicht Kühlschrank!).

Servieren:

Am besten 2 – 3  Tage durchziehen lassen, wenn man das durchhält 😁. Vor dem Servieren mit etwas Puderzucker bestäuben, dann in Scheiben geschnitten zum Adventskaffee reichen. Der Stollen hält, eingewickelt und kühl gelagert (aber nicht im Kühlschrank!) ein paar Wochen, aber wird mit der Zeit wieder trocken. Nicht zulange warten!

Tipps:

  • Wenn man keine Stollenform hat, die Oberfläche des Stollens vor dem Backen mit kaltem Wasser einpinseln und dann in den Backofen geben.

Guten Appetit!