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Ein automatisches Bewässerungssystem für unseren Garten / Wasserverteilung und Magnetventile

In diesem Beitrag möchte ich das Schaltsystem mit den Magnetventilen vorstellen, das vom Bewässerungscomputer gesteuert wird und dadurch die Wasserflüsse in den einzelnen Beregnungszweigen zeitgesteuert ein- und ausschaltet.

Wie schon gesagt haben wir uns für Magnetventile von Hunter entschieden, allerdings für die Kunststoffversion. Sie sind vom Preis her noch akzeptabel, und scheinen trotzdem doch ziemlich stabil gebaut zu sein. Geschaltet werden sie mit 24V Wechselstrom, was man bei der Auswahl von Ventil und Beregnungscomputer beachten muss.

Wir haben alle Teile des Schaltsystems im Internet gekauft, denn hier sind die Komponenten sehr günstig und man bekommt alles, was man braucht. Die Ventile sind vom Typ PGV-101MM-B, also mit 1 Zoll Außengewinde. Das hat gegenüber Innengewinden in Kunststoff den Vorteil, dass bei thermischer Ausdehnung aller Komponenten im Sommer die Messingteile die Kunststoffgewinde nicht aufsprengen können.

Eingebaut wurden die Ventile in einen Messingverteiler, den es als Bausatz zusammen mit den Ventilen bei Lotze-Wassertechnik gibt. Solche Messingteile sind zugegebenermaßen nicht ganz billig, aber ich hoffe, das hält jetzt mindestens 50 Jahre lang. Wir brauchten 4 Ventile, also haben wir auch noch einen Erweiterungsbausatz dazu gekauft. Zum Abklemmen der Pumpe sollte man noch einen großen Kugelhahn im Zulauf vorsehen, ebenso eine kleinen Kugelhahn für den Anschluss eines normalen Gartenschlauchs. Im Herbst braucht man einen Druckluftanschluss zum Ausblasen der Leitungen für den Winter. Die im Boden verlegten PE-Rohre werden über entsprechende Fittings an die Messingverteilung angeschlossen.

Noch ein paar Worte zur Dichtungstechnik zwischen den Fittingen: Ich habe alles mit Teflonband abgedichtet, aber das war ganz schön schwierig. Man braucht zwischen Kunststoff- und Messingfittingen mindestens 10 Lagen Teflonband, damit es dicht wird. Zwischen den Messingfittingen mindestens 5 Lagen. Außerdem darf man die Fittinge nur eindrehen, und dabei nicht zurückdrehen, sonst wird es wieder undicht. Vielleicht geht es mit Gewindedichtmittel besser, aber das habe ich selber nicht probiert. Man sollte unbedingt das Assembly vor dem Einbau an die endgültige Position mit dem später geplanten Druck prüfen, damit man Undichtigkeiten frühzeitig entdeckt. Ggf. noch ein paar Lagen Teflonband aufbringen. Später im Betrieb liegt der Druck ja permanent an, was zu Wasserverlust und ständigem Ein- und Ausschalten der Pumpe führen würde. Bei meinem Erstaufbau lief das Wasser an allen möglichen und unmöglichen Stellen raus, obwohl ich es vor dem Test für ziemlich gut aufgebaut hielt. Im Nachhinein hätte ich lieber überall Gummidichtungen gehabt, aber die meisten Fittinge sind ja eben für die Dichtung im Gewinde vorgesehen.

Ich habe alle Komponenten erst zusammengebaut und dann mit Rohrschellen auf eine Aluplatte montiert, die ich an die Hauswand geschraubt habe. Das funktioniert prinzipiell ganz gut und ist auch stabil. Die Aluplatte sitzt in der Wärmedämmung der Fassade mittels 6 x 100 mm Kunststoffdübeln und M6-Edelstahlschrauben. Ich hatte erst Angst, dass das Gewicht zu groß ist, aber mit 6 Dübeln hält es selbst im Styropor superfest. Die äußere Armierung und der Putz auf der Dämmung hilft auch.

Man muss es nicht genauso aufbauen wie auf dem Bild oben, sondern soll es natürlich an die konkreten Bedürfnisse des eigenen Gartens und die Zahl der dafür nötigen Magnetventile anpassen. Wichtig ist die Dichtheit und der robuste Aufbau. Später werde ich noch ein Abdeckblech besorgen, damit das Ganze nicht mehr so sichtbar ist. Es soll ja auch gut aussehen.

Im nächsten Teil der Serie gehe ich näher auf den Bewässerungscomputer, die Verkabelung mit den Magnetventilen und den Wanddurchbruch zum Anschluss des Computers an die Ventile ein.

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